Du bist ein Reichsbürger!
#1
Schon vor längerer Zeit haben wir über das neue Buch von Christian Fuchs und Paul Middelhof berichtet. Nun äußerst sich auch Vera Lengsfeld auf ihrem Blog dazu:
Der „Kampf gegen Rechts“ ist inzwischen ein hunderte Millionen schweres Unternehmen, das unzählige Initiativen nährt und fördert. Damit die Staatsknete zuverlässig weiter fließt, müssen immer neue „Rechte“ erfunden werden. Der Phantasie scheinen dabei keine Grenzen gesetzt zu sein, am wenigsten von journalistischen Skrupeln. Der vorläufige Höhepunkt dieser Bemühungen wurde von zwei Relotius-Jüngern der Zeit, Christian Fuchs und Paul Middelhoff produziert.
Ihr „Das Netzwerk der Neuen Rechten“ hat den noch auszulobenden Relotius-Preis für Haltungsjournalismus hoch verdient. Beide sind so genannte „Investigativ-Reporter“ und arbeiten für das gleichnamige Ressort der Zeit. Es verwundert nicht, dass sie sich mit dem Titel „Journalisten des Jahres“ bzw. „30 unter 30-Journalisten“ schmücken dürfen. Gegen „rechts“ zu recherchieren scheint geradezu eine Anwartschaft auf Auszeichnungen zu sein, egal wie das Rechercheprodukt aussieht.
Auch ein renommierter Verlag findet sich dann leicht. Der müsste seine Lektoren allerdings fern gehalten haben, damit der Veröffentlichung nichts im Wege stand. Weil die beiden Investigativ-Genies auch mich in ihr hexenhammermäßiges Opus Magnum integriert haben, muss ich mich leider mit ihrem Machwerk beschäftigen. Das Ergebnis ist: Wenn alle „Recherchen“ zu den im Buch genannten Personen von der Qualität sind, wie die über mich, stimmt an den fast 300 Seiten so gut wie nichts.
Die „wichtigsten Protagonisten der Szene“ getroffen?
Middelhoff und Fuchs behaupten im Klappentext, dass sie durch Deutschland und Europa gereist seien und die „wichtigsten Protagonisten der Szene“ getroffen hätten. Wer hat das bezahlt? Die Zeit, der Verlag, das Familienministerium direkt oder indirekt aus dem Topf für den Kampf gegen rechts? Wer immer es war, warum wurde für diesen Aufwand ein so stümperhaftes Ergebnis nicht nur akzeptiert, sondern mit viel Eifer der Öffentlichkeit präsentiert?
Mich haben die Autoren nicht getroffen, sie haben mich nicht mal anständig gegoogelt. So behaupten sie in meiner Kurzvita auf Seite 81, ich arbeitete als Publizistin für die Freie WeltJournalistenwatch und eigentümlich frei. Tatsächlich bin ich Autorin der Achse des Guten und habe seit drei Jahren einen eigenen Blog. Ich veröffentliche lediglich auf meinem Blog und auf der Achse. Meine Beiträge werden häufig von anderen Blogs und Online-Zeitungen übernommen. Es handelt sich dann klar um Zweitverwertungen. So lange mir die entsprechenden Medien offen standen, habe ich auch Artikel in der Jungen Welt, dem Neuen Deutschland  publiziert oder der TAZ Interviews gegeben, ohne das jemand auf den Gedanken kommen würde, mich zur Autorin dieser Blätter zu erklären.
Ist die oben beschriebene Zuordnung noch eine Manipulation der kleineren Art, wird um des Grusel-Effekts willen behauptet, als Autorin würde ich vor der „drohenden Umvolkung“ warnen und Demokraten als „Systemlämmer“ bezeichnen. Dieses Beispiel zeigt gut, wie unseriös die Autoren arbeiten. Tatsächlich gibt es auf meinem Blog einen Beitrag, in dem beide Worte vorkommen. Der ist aber nicht von mir, wie jeder feststellen kann. Es handelt sich um eine Auseinandersetzung mit dem Statement von Yasha Mounk, der von der Tagesschau als Experte für die Krise der liberalen Demokratie vorgestellt wurde, „dass wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln“. Ich stehe inhaltlich voll hinter dem Text des Gastautors. Das bedeutet aber nicht, dass ich mir seine Wortwahl zu eigen gemacht hätte. Keine Redaktion eines einzigen Qualitätsmediums macht sich die Wortwahl der von ihm veröffentlichten Artikel zu eigen. Das weiß jeder Journalist. Dennoch wird im Buch die Wortwahl eines Gastautors als meine ausgegeben, verstärkt durch die aus der Luft gegriffene These, als Agitatorin warnte ich vor der drohenden „Umvolkung“. Jeder kann, wenn er sich den Artikel anschaut, die Manipulation erkennen.
„Kleiner Zirkel der Frauen innerhalb der Neuen Rechten“
Noch mehr Öl ins Feuer wird mit der gänzlich unbelegten Behauptung auf der selben Seite gegossen, ich gehöre „zu einem kleinen Zirkel der Frauen innerhalb der Neuen Rechten“. Was für ein Zirkel, wird nicht verraten. Geht auch schlecht, denn er ist ein reines Phantasieprodukt der beiden kreativen Netzwerkerfinder.
Auf Seite 83 bin ich schon wieder Thema. Diesmal mit der Erfindung, ich hätte an „einem der Märsche“, die von der kurdischstämmigen Menschenrechtsaktivistin (so wird sie tatsächlich von Fuchs/Middelhoff genannt) Leyla Bilge teilgenommen. Hier recyceln sie Fake-News aus der Presse, auf die ich zwar mit einer Gegendarstellung geantwortet habe, aber so viel Recherche wollten die beiden Investigativen lieber nicht betreiben. Es hätte ihr Konzept stören können.
Warum sich die beiden Nachwuchs-Relotiusse mit mir beschäftigten, scheint an der von mir mitinitiierten „Gemeinsamen Erklärung“ von 2018 zu liegen, die 160 000 Menschen online unterstützt haben. Zwar haben wir uns in dieser „Gemeinsamen Erklärung“ nur für die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit an der deutschen Grenze eingesetzt, aber den Rechtsstaat zu verteidigen ist heute verdächtig. Die Schreiber behaupten kühn, die Erklärung sei der Versuch, die „öffentliche Debatte um Geflüchtete mit der neurechten Argumentation aufzuladen, die Bundesrepublik würde sich nicht an die eigenen Gesetze halten“. Tatsächlich war es Ministerpräsident Seehofer, der nach dem Start der unkontrollierten Einwanderung von der „Herrschaft des Unrechts“ sprach. Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages geht von einer „ungeklärten Rechtsgrundlage“ aus. Die Kanzlerin sprach selbst am 10.06.2018 bei Anne Will davon, dass europäisches Recht immer Vorrang vor deutschem Recht hätte. Sind die etwa alle neurechts?
Unbewiesene Behauptung reiht sich an unbewiesene Behauptung
Damit ihr imaginiertes „rechtes Netzwerk“ irgendeine Wahrscheinlichkeit bekommen soll, erklärten Fuchs und Middelhoff die „Gemeinsame Erklärung“ kurzerhand zum „öffentlichen Brückenschlag“ zwischen Konservativen und Neuen Rechten, indem sie willkürlich ein paar Unterstützer der einen oder anderen Gruppe zuordneten, ohne zu erläutern, was die angebliche Brückenschlag-Funktion ausmacht. Das Schema zieht sich durch das ganze Buch: Unbewiesene Behauptung reiht sich an unbewiesene Behauptung. Angeblich wollten die Unterzeichner der „Gemeinsamen Erklärung 2018“ eine „starke autoritäre Führung“, obwohl im gesamten Text nichts davon zu finden ist.
Geradezu überschäumend phantasieren die Neu-Relotiusse, wenn sie sich als Textinterpreten betätigen. Da wird schon einmal aus der Rezension einer Bayreuther Opern-Aufführung ein Beispiel „neurechter Strategie“. So ging es meinem Text über die Lohengrin-Inszenierung von 2018. Neurechts ist schon, dass ich bemerkte, wie schön festlich das Bayreuther Publikum im Gegensatz zu den Berliner Theatergängern gekleidet war. Freude an Eleganz ist in Deutschland heute verdächtig. Ein ordentlicher Mensch darf sich so etwas keinesfalls hingeben. An welche finstere Zeit unserer Geschichte das erinnert, muss jeder für sich selbst einordnen.
Indem ich aber Wagner als „bürgerlichen Revolutionär“ bezeichnete, der gegen „Fürstenwillkür“ 1848 auf den Barrikaden stand, habe ich in den unbedarften Augen der Vigilanten gegen rechts endgültig eine „neurechte politische Botschaft“ untergebracht.
Die frühbürgerliche Revolution von 1848, die u.a. auch für die Pressefreiheit kämpfte ist wegen ihrer freiheitlichen Ziele äußerst verdächtig. Machthaber scheinen im Weltbild von Fuchs/Middelhoff per se eine untertänigst zu bewundernde Spezies zu sein. Anders kann ich mir ihre Abneigung gegen Kritiker der Fürstenwillkür nicht erklären. Oder es ist einfach abgrundtiefe Unkenntnis der Geschichte.
Richard Wagner hervorgekramt
Dann schieben sie mir eine weitere angebliche Botschaft unter, für die sich in keinem meiner Texte irgend ein Beleg findet: „Deutschland ist eine Kulturnation, ist eine reiche Kulturnation mit einer reichen Tradition, die weiter zurückreicht, als bis zu den zwölf Jahren der Barbarei im dritten Reich. Alles, was nicht in dieses verklärte Bild passt, wird ausgeblendet.“ Als „Beleg“ wird geliefert, ich hätte in meiner Rezension, als ich Thomas Mann zitierte, nicht darauf hingewiesen, dass er wegen der Nazis ins Exil gegangen sei. Ich hätte auch nicht Richard Wagner als Antisemiten gebrandmarkt.
Was sagen die Autoren eigentlich zur Kanzlerin, die seit Jahrzehnten nach Bayreuth pilgert und in ihrem Gefolge Leute wie Claudia Roth, Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter hatte, die sich alle auf dem Roten Teppich im Blitzlichtgewitter wichtig taten, ohne sich von Wagner als Antisemiten zu distanzieren?
Ist die Argumentation auch absurd, so hat es doch Methode. Mit solchen Unterstellungen soll ich in eine Nähe zur Vogelschiss-Theorie von Alexander Gauland gerückt werden, in der Hoffnung, dass schon etwas hängen bleibt. Das ist schon nicht mehr nur Relotius, das ist reinste Demagogie.
„Die digitalen Infokrieger“
Ein letztes Wort dazu, für wie einfältig die Autoren ihre Leser halten. Es gibt ein paar Schaubilder im Buch, die stark an die Kritzeleien erinnern, mit denen wir uns in der sechsten Klasse langweilige Stunden verkürzt haben. Da wurden eine paar Kreise mit Namen gezeichnet und mögliche Verbindungslinien gezogen, um die Wahrscheinlichkeit abzuschätzen, wer mit wem geht. Nur sind es im Buch martialische Überschriften wie „Die digitalen Infokrieger“ oder „Die Vordenker“.
Letzteres könnte ich, wollte ich mich auf das Niveau von Fuchs/Middelhoff begeben, durchaus als Beweis ihrer Frauenfeindlichkeit anprangern. Denn die „Vordenker“ sind alles Männer und mir als Frau wird damit unterstellt, ich könnte nicht selbst denken.
Ich kann jedem im Buch Erwähnten nur raten, zu prüfen, ob die „Recherche“ der beiden Investigativ-Genies von der Qualität sind, wie die Fakes, die sie über mich publiziert haben und es ihnen nicht durchgehen zu lassen.
Quelle: https://philosophia-perennis.com/2019/04...-erfindet/
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#2
der Besagte Beitrag dazu....
Anschlagstipps für Linksextreme: „Vice“ veröffentlicht Karte mit Wohnorten „neurechter Blogger“ und Islamkritiker


(David Berger) Das Magazin „Vice“ veröffentlicht eine detaillierte Deutschlandkarte, auf der die Wohn-und Arbeitsstätten der angeblich 150 wichtigsten „neurechten“ Persönlichkeiten und Organisationen Deutschlands verzeichnet sind. Ideal zum Download auf jedes Antifanten-Handy.
Eigentlich sollte es nur die Besprechung eines Buches über die „neue Rechte“ in Deutschland durch Thomas Vorreyer werden. Aber weil die Neuerscheinung das -gefühlt – hundertfünfzigste Buch mit Verschwörungstheorien zur rechten Szene in Deutschland ist und inzwischen kaum noch Leser finden dürfte, wollte man seinen Artikel etwas aufpimpen.
Detaillierte Karte zeigt auf, wo die bösesten Menschen Deutschlands leben
Und veröffentlicht eine Karte, die genau verzeichnet, wo die bösesten Menschen Deutschlands leben bzw. arbeiten:
„Ein Ergebnis dieser Recherche ist eine Karte, die Deutschlands Neue Rechte und ihre Verknüpfungen untereinander so detailliert zeigt, wie nie zuvor: wie etwa vor allem Westdeutsche den Osten seit der Wende als Rückzugsort nutzen und wie sie derweil im Westen ihre alten Kontakte pflegen. VICE veröffentlicht exklusiv die gesamte Karte und zeichnet anhand von drei Regionen – Berlin-Mitte, dem Süden Sachsen-Anhalts und Hessen – nach, wie sich die Neuen Rechten arbeiten und sich vernetzen.“
Und wer es nicht glauben möchte oder nachschauen, welcher Neurechte in seiner Nachbarschaft wohnt oder ob er vielleicht selbst dort gelistet ist, kann das hier: VICE
Oder auf dem Twitteraccount von Christian Fuchs, einem der Autoren des Pranger-Buches:
Zitat:Sie planen die Revolution von rechts. Wer sie lenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern: "Das Netzwerk der Neuen Rechten".
Die Deutschlandkarte mit über 150 neurechten Medien, Denkfabriken sowie Kampagnen & ihren Verbindungen hier: https://t.co/FIKLH4dBXJ pic.twitter.com/n1U2edljhE
— Christian Fuchs (@ChristianFuchs_) March 12, 2019
Auch Wohnungen von Islamkritikern verzeichnet
Dass unter diesen Bloggern auch viele Islamkritiker sind, die einer erhöhten Anschlagsgefahr ausgesetzt sind, ist offensichtlich. Bei der Vice hat man offensichtlich keinerlei Probleme auch den islamistischen Terror gegen Islamkritiker zu feiern, während man mich als Kirchenkritiker dort hofiert hat.
Auch die Redaktionsräume von PP finden sich auf der Karte eingezeichnet. Wer die Karte groß scrollt, kann fast unseren Eingang sehen. So etwas erlebte ich das letzte mal, als die rechtsextreme, antisemitische Hassseite kreuz.net meinen Wohnort per Google-Maps veröffentlichte. Mein Partner und ich standen damals mehrere Wochen unter Polizeischutz. So groß sind dann die Unterschiede zwischen Rechts- und Linksextremen halt doch wieder nicht.
Da man die Gewaltbereitschaft der sog „Antifa“ kennt, ist zu fragen, ob der Vice-Artikel und teile des Buches nicht bereits eine Anstiftung zur Straftat gemäss § 26 StGB darstellen. Einer unserer Leser schreibt:
„Das ist genauso, als wenn die Mafia die Adresse von jemandem an ihre Mitglieder herausgibt, der kein „Schutzgeld“ zahlen will. Darin enthalten ist zwischen den Zeilen die Aufforderung, bei dem Betreffenden mal richtig „aufzuräumen“. Ich würde sofort Strafanzeige stellen und eine einstweilige Verfügung auf Unterlassung der Veröffentlichung der Daten erwirken.“
Hausaufgaben für die „Antifa“
Da hat die Antifa in den kommenden Monaten richtig viel zu tun. Aber die Vice hat ihr ihre Arbeit ja erleichtert, sodass sie mehr Zeit für das Sammeln von Pflastersteinen und Kanthölzern hat. Und dann geht’s los zu den Arbeitsplätzen bzw. Privatwohnungen von Jürgen Fritz, Thomas Böhm usw…

Die PP-Redaktion diskutiert nun darüber, ob wir nicht auch unsere Kenntnisse zu den Wohn- und Party-Orten der beiden Buchautoren, Christian Fuchs und Paul Middelhoff, der Vice-Redaktion, besonders von Thomas Vorreyer (Foto l. © Screenshot Youtube), von Unterstützern der Antifa usw. auch in einer Deutschlandkarte verwerten. Oder wir kommen zu Besuch, wenn Herr Fuchs seine Lesungen in Leipzig oder Freiburg hat…
https://philosophia-perennis.com/2019/03...r-blogger/
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#3
Dr. Gunther Kümel „Wie ticken die Linken“? Das historische Recht der Ewigen Linken Dr. Gunter Kümel ist 1941 in einem britischen Konzentrationslager auf die Welt gekommen. Seine Eltern waren damals im Auftrag der deutschen Reichsregierung in Persien, das deutschfreundlich und ein neutraler Staat war. Aufgewachsen ist er in Wien. Er war jahrelang in der Virusforschung tätig. Er publiziert in verschiedenen Zeitungen.

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#4
Jetzt Platzt die Nächste Lüge, während man ständig jeden als Reichsbürger beleidigt, betet mal selbige im Reichstag heute noch an !

TOP NAZI Dr. Hans Globke im Auftrag für die BRD & Reichsbürger Erfinder des Regimes!



Die Propaganda Keule REICHSBÜRGER aufgeklärt !

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#5
Berlin ist ein Magnet für Extremisten

Wollen Sie meine Meinung dazu hören? Das Zentrum der Blödheit und schwerstkrimineller, Landes - Bundes uns Volkshochverräter! Denn seit Jahren häufen sich die Beweise das in diesem Lande garnichts mehr stimmt! Und jeder der diese Zweifel aufführt wird als Reichsbürger gebrandmarkt! Um ihn Mundtod zu machen !

Wir erinnern uns Zitat Horst "Drehhofer...."



Ich kann ihnen sagen, ich habe etliche Zuschriften bekommen, wo jemand die Regierung über die übelste Missstände aufgeklärt hatte und darum kann ich nur immer Lachen wenn man dann behaupten will das man davon angeblich nichts wissen würde??? !!!

Aktuell , halte ich eine Rückantwort in den Händen, in dem mir der Generalbundesanwalt bestätigt, und bedauert, das er Verständnis dafür hätte, ihm aber die Hände gebunden seinen und er nicht ermitteln dürfte, weil es ihm sonnst den Kopf kosten würde durch die Blume gesagt!  Ich werde darauf noch reagieren aber alles zu seiner Zeit ! Deren Schreiben halte ich bewusst Geheim! Weil ich weiß das ist der einzige der ehrlich ist ! Deren Pressesperre habe ich natürlich zu wahren! Jedoch nicht was mir Google mitteilte :-) Den Rest dürfen Sie sich denken !

Nur ein kleiner Tipp voraus, überlegen Sie sich sehr gut, ob Sie mich weiter als Reichsbürger beleidigen wollen, denn Sie werden fein Säuberlichst gelistet! Mehr sage ich nicht dazu !
https://sonnenstaatland.strafermittlung....tionen.de/
https://web.archive.org/web/2016*/!Keine Verlinkung zu kriminellen!/wiki/Jens_Friedbert_Bothe

PHP-Code:
https://web.archive.org/web/2016*/!Keine Verlinkung zu kriminellen!/wiki/Jens_Friedbert_Bothe 



Zitat:RE: [9-3205000026276] Ihre Antrag auf Entfernung personenbezogener Daten: handschriftliche Unterschrift Guten Tag,
in Ihrem Fall sind Ihre personenbezogenen Daten öffentlich auf der Website einer Behörde oder Universität oder auf einer Website verfügbar, auf der diese Daten wiederveröffentlicht werden. In solchen Fällen entfernt Google die Informationen nicht. Lesen Sie dazu unsere Richtlinien zum Entfernen von Inhalten.
Sollten diese Informationen nicht korrekt angezeigt werden, setzen Sie sich mit dem Webmaster oder Inhaber der Website in Verbindung, um die Entfernung zu beantragen. Zusätzlich haben Sie mit unserem kostenlosen Tool “Ich im Internet” die Möglichkeit, Ihre Webpräsenz genau zu verfolgen.
Weitere Antworten auf Fragen finden Sie in unserem Hilfeforum.
Mit freundlichen Grüßen
Das Google-Team




Eine "besondere Anziehungskraft für politische Extremisten" hat Innensenator Andreas Geisel (SPD) Berlin bescheinigt. Besonders die Islamisten und die Reichsbürger bekommen weiter Zulauf, wie aus dem neuen Verfassungsschutzbericht hervorgeht.  
Berlin übt nach den Worten von Innensenator Andreas Geisel eine besondere Anziehungskraft für politische Extremisten aus. "Sie versuchen, mit der Symbolkraft der deutschen Hauptstadt eine möglichst große Öffentlichkeit für ihre Aktionen herzustellen", sagte der SPD-Politiker am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Verfassungsschutzberichts für die Hauptstadt. Berlin diene Extremisten aller Couleur auch "als Experimentierfeld für neue Themen und Strategien".

Zulauf für Islamisten, leichter Rückgang rechts und links
Dem aktuellen Verfassungsschutzbericht zufolge ist die Gefährdungslage durch islamistischen Terrorismus unverändert hoch. Die Zahl der Salafisten, also besonders radikaler Muslime, stieg 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 70 auf 1.020.

https://www.berlin.de/sen/inneres/verfas...zberichte/
https://www.berlin.de/sen/inneres/verfas...t-2017.pdf
https://www.berlin.de/sen/inneres/verfas...assung.pdf

Das rechtsextremistische Spektrum umfasste im vergangenen Jahr 1.410 Mitglieder und nahm damit nur marginal um 20 ab. Jenseits neonazistischer Strukturen habe sich ein dezidiert muslim- und fremdenfeindliches Netzwerk etabliert, heißt es im Verfassungsschutzbericht. "Dieses Netzwerk ist mitverantwortlich für eine Verrohung des öffentlichen Diskurses."
Erneut angewachsen ist 2018 die Zahl der in Berlin aktiven "Reichsbürger und Selbstverwalter". Ende 2018 waren in Berlin 670 (2017: 500) sogenannte Reichsbürger aktiv.
Das linksextremistische Spektrum wuchs laut Verfassungsschutz 2018 um 190 auf 3.140 Personen. Wie in den Vorjahren sei dies zum Großteil auf den Mitgliederzuwachs bei der "Roten Hilfe" zurückzuführen. Die Zahl gewaltbereiter Linksextremisten sei minimal um 10 auf 970 Personen zurückgegangen.

Rückkehrende Dschihadisten im Fokus
Geisel betont im Verfassungsschutzbericht, das Bedrohungspotenzial, mit dem Berlin konfrontiert werde, sei unverändert hoch. Besonderes Augenmerk werde auf rückkehrende Mitglieder der Terrormiliz IS gerichtet.
Zu rechts- und linksextremistischen Aktivitäten erklärte Geisel: "Protest, Engagement und auch politischer Streit sind unabdingbar für eine funktionierende Demokratie. Wenn dies allerdings für den Kampf gegen die freiheitlichen demokratische Grundordnung instrumentalisiert wird, verliert der Protest seine Legitimität."
Sendung: Abendschau, 07.05.2019, 19.30 Uhr

Quelle: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/201...smus-.html
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#6
Aktive Nazi-Gesetze in Deutschland



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#7


Gutachten zur Bundespressekonferenz Wieso gilt noch immer US Besatzungsrecht in Deutschland
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#8
„Ich bin kein Reichsbürger“

Westerkappeln/Mettingen/Tecklenburg -

Der 38-Jährige sieht seine Festnahme im Juli 2018 in Westerkappeln als „lächerliche Show“, in deren Rahmen er sich dem Vorwurf ausgesetzt gesehen habe, er sei ein „Reichsbürger“. Die Beamten bestätigten vor Gericht einen solchen Vermerk auf dem Haftbefehl. „Ich bin kein Reichsbürger“, sagte der Mettinger vor dem Amtsgericht Tecklenburg, das ihn jetzt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verurteilt hat. Von Dietlind Ellerich

Die Hauptverhandlung am Amtsgericht Tecklenburg hatte bereits ungewöhnlich begonnen. Vor der Feststellung seiner Personalien und der Verlesung der Anklage hatte der 35-jährige Angeklagte sich nicht an die vorgeschriebene Ordnung halten wollen. Er wolle lieber stehen als sitzen, weil er Rückenschmerzen habe, und Fragen stellen, bevor „wir übers Setzen reden“. Dieses Verhalten wirkte für das Gericht ein bisschen wie eine Blaupause für den Fall, um den es eigentlich ging: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung. Abgespielt hatte sich das in Westerkappeln

Was der 35-Jährige vor Gericht als „lächerliche Show“ bezeichnete, kostet den Mettinger 120 Tagessätze zu je 33 Euro. Das Amtsgericht Tecklenburg verurteilte ihn zu dieser Geldstrafe, weil es den Vorwurf des tätlichen Angriffs auf zwei Zivilbeamte in Tateinheit mit Körperverletzung bestätigt sah.

Weil der Angeklagte sich zu Beginn der Hauptverhandlung partout nicht hinsetzen wollte, verhängte der Richter wegen dieser „Ungebühr gegenüber dem Gericht“ ein Ordnungsgeld in Höhe von 200 Euro. Doch das stimmte den Mann nicht um. Da er kein Attest vorlegen konnte, das die Notwendigkeit zum Stehen bescheinigte, brachten ihn schließlich zwei Polizeibeamte mit Unterstützung von zwei Justizwachtmeistern und Handfesseln dazu, sich zu setzen.

Die Handfesseln wurden ihm erst abgenommen, als er nach einer Weile versicherte, sich fortan an die Geschäftsordnung des Gerichts zu halten. Er drohte, gegen einen Beamten, der ihn im Zuge des Gerangels als „Hampelmann“ bezeichnet hatte, Anzeige zu erstatten.

Dieses Gebaren griff der Richter später in seiner Urteilsbegründung auf. „Sie haben hier sehr gut demonstriert, wie es abgelaufen sein könnte“, machte er deutlich, dass er sich auch im Sitzungssaal rechtmäßigen Maßnahmen nicht gebeugt und Widerstand geleistet habe.

Laut Anklage hat sich der Mann im Juli 2018 auf dem Gelände seines Arbeitgebers in Westerkappeln den Beamten widersetzt, die einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Essen vollstrecken wollten. Er habe die Beamten mit dem Handy gefilmt, „sich gesperrt“ und getreten, als diese ihn festnehmen wollten, heißt es weiter in Anklageschrift. Ein Beamter trug im Gerangel eine Verstauchung des linken kleinen Fingers davon.

Der Auslöser war verhältnismäßig banal. Der 35-Jährige hatte ein wegen einer Ordnungswidrigkeit gegen ihn erhobenes Bußgeld von 75 Euro nicht bezahlt. Da er auch vor Ort nicht zahlen wollte, sollten die Beamten ihn zu einer dreitägigen Erzwingungshaft in die Justizvollzugsanstalt Münster bringen. Doch erst mit Unterstützung von vier zur Verstärkung herbeigerufenen Polizeibeamten gelang es schließlich, den Mann festzunehmen.

Er habe keinen Widerstand geleistet, sondern „nur nicht kooperiert“, machte der Angeklagte vor Gericht geltend. Den Grund dafür erläuterte er in der Verlesung eines Protokolls, das er zum Geschehen verfasst hatte. Für ihn sei klar gewesen, dass der Haftbefehl gegen das Recht verstoße, weil er lediglich von einem Rechtspfleger unterzeichnet gewesen sei. Dessen Unterschrift bezeichnete der 35-Jährige als „Paraphe“ (laut Duden handelt es sich um ein Namenszeichen, mit dem man etwas als gelesen kennzeichnet), die er nicht habe identifizieren können.

Zudem sei sein Doktortitel in dem Dokument nicht erwähnt gewesen, so der Angeklagte. Er habe außerdem keine Ahnung gehabt, um welches Bußgeldverfahren es gegangen sei, habe aber angeboten, zu zahlen, wenn ihm „ein ordentlicher Haftbefehl“ vorgelegt würde.

Der Richter am Amtsgericht Essen habe die Ausstellung des Haftbefehls an einen Rechtspfleger übertragen, erklärte der Richter dem Angeklagten am Freitag im Sitzungssaal. „Die Beamten können das vor Ort nicht prüfen, und es ist auch nicht deren Aufgabe“, führte er aus.

Der Mettinger sieht seine Festnahme im Juli 2018 als „lächerliche Show“, in deren Rahmen er sich dem Vorwurf ausgesetzt gesehen habe, er sei ein „Reichsbürger“. Die Beamten bestätigten vor Gericht einen solchen Vermerk auf dem Haftbefehl. „Ich bin kein Reichsbürger“, sagte der Mettinger vor Gericht. Diese missachteten die Gesetze, er habe nicht einmal Punkte in Flensburg, fuhr er fort.

Es gibt allerdings eine Vorstrafe. Der Mettinger war im März 2018 vom Amtsgericht Ibbenbüren wegen versuchter Erpressung zu 90 Tagessätzen verurteilt worden. Er habe davon nichts gewusst, erst im Januar dieses Jahres davon erfahren und Rechtsmittel eingelegt, erklärte der 35-Jährige am Freitag vor Gericht. Die Beamten hätten sich bei seiner Festnahme der Verletzung der Grund- und Menschenrechte strafbar gemacht.

Der Strafrahmen für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte liegt bei einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Die Staatsanwältin sah vier Monate für Tat und Schuld als angemessen, forderte aber, wie bei einer Strafe unter sechs Monaten möglich, eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 40 Euro. Sie stützte sich auf die Einlassung des Angeklagten, in der sie ein Teilgeständnis sah, sowie auf die Aussagen der Beamten und von zwei Kollegen des 35-Jährigen, die das Geschehen aus der Distanz verfolgt hatten.

Das Gericht senkte die Tagessatzhöhe auf 33 Euro und betonte, dass es sich dem „milden Antrag“ anschließe. Der Angeklagte hatte die „irrige Annahme“, dass der Haftbefehl nicht rechtmäßig gewesen sein könne, angeführt und auf ein milderes Urteil gehofft. Das sah das Gericht anders. Er habe den Haftbefehl auch im Nachhinein nicht akzeptiert, machte der Richter deutlich, dass eine mildere Strafe nicht in Frage komme.

„Ich bin von einer Verurteilung hier ausgegangen“, hatte der 35-Jährige schon vor der Urteilsverkündung in seinem letzten Wort festgestellt. Er habe nie zugegeben, sich gegen den Haftbefehl gewehrt zu haben, habe immer deutlich gemacht, „einen richtigen Haftbefehl“ zu akzeptieren. Die Unregelmäßigkeiten und Falschaussagen, die er in seinen Befragungen der Beamten festgestellt habe, würden ignoriert, monierte er. „Ich bin davon ausgegangen, dass meine Argumente völlig missachtet werden“, sagte er zum Schluss.

https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Ste...chsbuerger
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#9
Rentner fühlt sich seiner Identität beraubt
Pfaffenhofen

Pfaffenhofen (PK) Großes Kino im Sitzungssaal 109 des Pfaffenhofener Amtsgerichts: Mit der Bibel in der Hand hat ein 67-jähriger Rentner versucht, seinen Einspruch gegen einen Strafbefehl wegen Beleidigung durchzusetzen.

Was lernen wir daraus? Das bringt nichts !

Begleitet wurde er von zwölf Sympathisanten, von denen sich einige ihre Gesinnung als T-Shirt übergestreift hatten: "Ich gehöre zu Jesus Christus", oder "Jesus kommt wieder. Bist du bereit? "

Amtsrichter Konrad Kliegl und Staatsanwältin Julia Eser waren zumindest vorbereitet: Zwei Polizisten mit Handschellen am Gürtel nahmen beim Einmarsch der Gesinnungsgenossen im Zuschauerraum Platz. Im Gegensatz zu den Jesus-Anhängern: Die blieben stehen. "Setzen Sie sich bitte", bat der Richter. Das Dutzend blieb mit stoischer Mine standhaft und fixierte den Richter. "Wenn Sie sich nicht setzen, lasse ich den Saal räumen", drohte Kliegl. Einige hatten sich offensichtlich darauf verständigt, dem Angeklagten dem Wortsinn nach beizustehen. "Ich schmeiße Sie raus, wenn Sie sich nicht sofort setzen", herrschte der Richter die Aufrechten an. Das wirkte. Sie wollten wohl den Angeklagten Wilhelm-Peter S. (Name geändert) nicht im Regen stehen lassen, denn der beharrte darauf: "Ich möchte stehen bleiben! " Das wurde ihm gewährt.

"Sie heißen Wilhelm-Peter S. ? ", fragte Kliegl. Der Angeklagte blieb stumm, blätterte auf Nachfrage ("Ist S. Ihr Geburtsname? ") in dem Stoß Papier, den er neben der Bibel auch noch mitgebracht hatte, fand seine Geburtsurkunde und gab zu Protokoll: "Ich bin der Mensch Wilhelm-Peter. " Und er möchte jetzt eine Erklärung abgeben. Der Sitzungsverlauf sei vorgeschrieben, belehrte ihn Kliegl, und deshalb sei jetzt die Staatsanwältin mit dem Verlesen der Anklage an der Reihe.

Der Rentner hatte einen Strafbefehl in Höhe von 40 Tagessätzen zu je 30 Euro bekommen, weil er einen Mitarbeiter des Landratsamts beleidigt hatte und ihn schriftlich der Volksverletzung, der Verschleierung, der Bereicherung und vor allem des "Identitätsdiebstahls" bezichtigt hatte. Denn trotz Personalausweis, Reisepass, Rentenbescheid und einem fast sieben Jahrzehnte langen Leben im Landkreis, der zweifelsfrei zur Bundesrepublik gehört, fühlt sich der Rentner offensichtlich staatenlos, zumindest ohne staatliche Identität.

Was jedem Migranten gewährt würde, müsse auch ihm zustehen. Deshalb hatte er einen Staatsangehörigkeitsnachweis beantragt, und zwar "in wasserblauer Tinte", versandt in einem Umschlag, "nicht geknickt und gefaltet". Er berief sich auf ein Gesetz aus der Kaiserzeit.

Ob es sich bei dem Angeklagten um einen Reichsbürger handelt, wurde nicht erörtert, auch wenn Richter Kliegl feststellte, dass "Sie diesen Staat ablehnen". Reichsbürger bestreiten die Existenz der Bundesrepublik Deutschland als legitimen und souveränen Staat, für sie besteht das Deutsche Reich weiter fort.

Weil ihm die Behörde das Dokument verweigerte, schrieb er einen geharnischten Brief an den Mitarbeiter. Der fühlte sich beleidigt und verleumdet und erstattete Anzeige. Was der Rentner nicht ganz nachvollziehen kann: Er habe ihn nicht als Mensch beleidigt, sondern als Sache. Aber als "lebender Mensch" bitte er ihn um Verständnis und um Entschuldigung. Dem Hinweis des Richters, dass der Mitarbeiter keine Sache sei, begegnete der 67-Jährige mit dem Hinweis, dass er sich auf göttliches Recht berufe. "Hier gilt die Strafprozessordnung", kontert Kliegl kühl.

Hinten im Saal meldet sich ein Zuhörer, er möchte was zur Sache sagen. Kliegl lässt ihn abblitzen. "Wen ich als Zeugen vernehme, entscheide ich. " Und außerdem sei das hier kein Wirtshaus. Der Angeklagte, der sich als "geistlich-sittliches Wesen, auch bekannt als Wilhelm-Peter S. " versteht, weist vorsorglich darauf ihn, dass er Teil der göttlichen Schöpfung sei und "kein Produkt der künstlichen Intelligenz", und gemäß dem Zweiten Buch Mose verbiete sich die Behauptung, dass er schwachsinnig sei.

Darüber will Kliegl nicht diskutieren. Hier würde ausschließlich der Straftatbestand der Beleidung verhandelt und nicht göttliches Recht oder sein vermeintlicher Anspruch auf einen Staatsangehörigkeitsnachweis. Da müsse er den Freistaat verklagen. Und im übrigen gebe er ihm den guten Rat, den Einspruch zurückzuziehen. Wilhelm-Peter S. , der immer noch steht, schweigt und nickt. "Sie stimmen also zu, den Einspruch zurückzunehmen", fragt der Richter nach. Ja, er stimmt zu. Die Jesus-Anhänger erheben sich und verlassen wortlos den Saal.
Quelle: https://www.donaukurier.de/lokales/pfaff...00,4208571
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#10
Und wieder ein Paradebeispiel zum Thema du bist ein Reichsbürger....

Zitat:Von der Mitte des Pop zum rechten Rand.
Rapper 3Plusss nimmt ungern ein Blatt vor den Mund. Auf Twitter spricht er daher deutliche Worte gegen seine Musikerkollegen: Chefket, Kontra K, MoTrip und Klotz. Grund: Sie kollaborieren mit Xavier Naidoo für dessen neues Album. Das findet 3Plusss höchst fragwürdig und wundert sich, dass hier niemand ein Problem mit "AFD-nahen Verschwörungstheorien" und "Reichsbürger-Ansichten" Naidoos hat. Den gesamten Tweet gibt's hier:
https://twitter.com/3Plusss/status/1152507576590000129
Daraufhin schwoll ein lautstarker Beef zwischen den Beteiligten an. Es gab ordentlich Vorwürfe und Zickereien. Das gesamte Gezanke haben die Kollegen von hiphop.de sehr schön zusammengefasst.
Was es bis zum Ende nicht gab, war eine Antwort auf die von 3Plusss gestellte Frage: Warum kollaboriert man mit einem Musiker, der immer wieder mit seiner nationalistischen und unmenschlichen Haltung Schlagzeilen macht?
Dabei ist das Verhalten von Chefket und Co. nicht neu: Xavier Naidoo fällt seit Beginn seiner Karriere mit höchst fragwürdigen Statements auf. Die Reaktionen von anderen Künstlern darauf sind meist jedoch kollektives Schweigen und Wegsehen. Schlimmer noch: Sie arbeiten weiterhin mit ihm zusammen.
Der TV-Sender VOX packt Naidoo weiterhin in gefühlt jede Sendung und veröffentlichte 2015 eine unkritische Doku über den Mann, der es angeblich geschafft hat, die Liebe zum Soul im gemeinen Deutschen zu wecken. Als Künstler, der immer wieder missverstanden wird, wurde er von VOX bezeichnet.
Seine Musikerkollegen sind, wenn's um Naidoo geht, komischerweise scheinbar auch blind. Der NDR wollte den Soul-Großmeister und -Leierkasten 2015 zum ESC schicken, woraufhin sich großer Widerstand regte. Die Kritik: Warum schicken wir jemanden, der offen europakritisch und demokratiefeindlich ist, zu einem Contest FÜR Europa? Naidoo durfte doch nicht mitmachen und Branchen-Genossen wie Til Schweiger, Mario Adorf, Tim Bendzko, Jan Delay, Andreas Gabalier, Jan Josef Liefers, Anna Loos, Tim Mälzer oder Die Prinzen setzten ihre Unterschrift FÜR Naidoo.
Der Grund: Sei ein ganz toller Typ, der Xavier. Fanden alle doof, dass der so kritisiert wurde. Das Ding ist: Kann ja sogar sein, dass Naidoo supernett ist. Und musikalisch ist er definitiv talentiert – seine vielen Hits und Erfolge sprechen Bände. Das macht seine Überzeugungen nur leider kein Stück besser. Zum ESC wäre Naidoo ja nicht gefahren, um nett zu sein, sondern um unser Land zu repräsentieren. Gut, dass er davon abgehalten wurde.
Nun frage ich mich allerdings: Warum regt sich immer nur kurz Kritik gegen ihn? Nach jedem Skandal ist ganz schnell wieder alles vergessen und Rapper wie Chefket machen auf guten Freund auf Naidoos neuer Platte. Wieso? Weil Naidoo Geld hat? Weil er Reichweite hat? Weil die Betroffenen nicht wissen, wofür Naidoo seine Stimme erhebt? Oder weil es ihnen – noch schlimmer – einfach egal ist?
Xavier Naidoo ist ein bekennender Rassist
Bereits 1999 ließ Naidoo in einem Interview mit dem "Musikexpress" verlauten, er sei Rassist. Er führte aus: "Ein Rassist ohne Ansehen der Hautfarbe. Ich bin nicht mehr Rassist, als jeder Japaner das auch ist." Was genau da jetzt die Japaner mit zu tun haben, wissen wir nicht so ganz genau. Aber die Aussage bleibt: Xavier Naidoo zieht seine Grenze da, wo es um Rasse und Herkunft geht. Mit Toleranz hat das nichts zu tun. In einem weiteren Statement des Interviews bringt er seine Ansicht deutlich auf den Punkt: "Bevor ich irgendwelchen Tieren oder Ausländern Gutes tue, agiere ich lieber für Mannheim." Harter Toback.
Xavier und die Reichsbürger
Obwohl die rassistische Aussage schon bitter aufstößt, sind Naidoos Sympathien für die sogenannten Reichsbüger noch viel schlimmer. Reichsbürger kann man, wenn man möchte, als durchgeknallte Aluhut-Träger abstempeln. Sie glauben an ihr eigenes Königreich, weigern sich Steuern zu zahlen und basteln sich gerne mal ihren eigenen Führerschein. Was ein bisschen klingt wie eine Mischung aus niedlich grenzdebil und hart realitätsfern, ist ganz und gar nicht harmlos: Reichsbürger glauben an die Landesgrenzen von 1937, das Ende des Zweiten Weltkrieges akzeptieren sie in seiner historischen Faktizität nicht. Sie denken, dass Deutschland immer noch von Alliierten regiert wird – beziehungsweise von Amerika ferngesteuert ist und knallen schon mal einen Polizisten ab.
Jap – alles ziemlich krudes Zeug. Ordnet sich aber herrlich einfach in die Systemkritik rechter Bewegungen ein. Kein Wunder, dass Reichsbürger dem rechten Spektrum zugeordnet werden. Auch wenn nicht jeder Reichsbürger automatisch rechts oder per se wahnsinnig ist – nur für's Protokoll.
Vor genau diesen Leuten stand Naidoo im Oktober 2014 und hielt eine kurze Rede, bevor er alles noch schlimmer machte und einen seiner Schmalzsongs ins Mikro trällerte. Einen Mitschnitt gibt es davon auf YouTube:

Schon in dem Video, aber auch hinterher, behauptete der Musiker steif und fest, er sei im Namen der Liebe dort gewesen. Nach seiner Kundgebung stellte er sich übrigens auch noch zu den Linksgesinnten, damit diese – wie er selbst sagte – nicht so böse mit ihm seien.
Letzten Endes ist es auch egal, wo er sich hinstellt. Es reicht schon aus, dass er vor Menschen tritt, die für Menschenfeindlichkeiten, Nationalismus und komplette Realitätsferne bekannt sind und dass er Dinge sagt, mit denen er sich deren Beifall sichert. Anschließend sagte er, er habe nicht gewusst, was dort für Menschen gewesen sein.
Nur leider nehme ich ihm diese gespielte Naivität nicht ab. Ich glaube nicht, dass ein Medienprofi wie Naidoo sich zufällig, quasi auf seinem Spaziergang zur Liebe, auf einmal ein Mikro greift und irgendwas von dem Deutschland, wie er es sich vorstellt und vom Ordnungschaffen faselt.
Xavier und seine Songs
Naidoo hat sich nie offiziell zur AfD, zur NPD oder den Reichsbürgern bekannt. Das macht ihn aber nicht weniger konform mit deren Mentalität und Überzeugungen. Es reicht sich Naidoos Songtexte anzuhören, die strotzen vor Metaphorik und einschlägigem Vokabular. Vom Aufwachen, Auflehnen und Verarschen durch das System ist die Rede. Im Song "Raus aus dem Reichstag" macht er sich fit gegen "die da oben".
Eure neuen Lakaien greifen zu alten Methoden
Wo sind die Springer der BILD-Zeitung, ihr habt so kleine ***
Was macht Angela Merkel bei Elfriede Springer?
Ich schwöre euch, die beiden Damen drehen Wahlkampfdinger
Schlimmer wird's, als Naidoo anfängt von "Baron Totschild" zu singen und aussagt, dass "der Schmock" alle anderen verarscht. Ersteres in ein Verweis auf eine jüdische Bankiersfamilie. "Schmock" ist ein jiddisches Wort für Jude, das nicht nur positiv besetzt ist. Das klang für viele Medien nach Antisemitismus. Ein Vorwurf, der Naidoo bereits vor Gericht gemacht wurde. Naidoo wurde allerdings freigesprochen. Er darf nicht als Antisemit betitelt werden.
Xavier und die Marionetten
Den Vogel abgeschossen hat sein Song "Marionetten" von 2017, für den es zu Recht Kritik hagelte. Naidoo spricht darin unverblümt von Volksverrätern, Lügenpresse und Verschwörungstheorien. Sein Vokabular ist deckungsgleich mit dem der Montagsdemonstranten der Pegida. Er spricht etwa von Volksverrätern und dass der "wütende Bauer mit der Forke" sie verjagen wird. Nicht ohne Grund nannte die FAZ den Song "Reichsbürger-Hymne". Noch viel weniger wundert es, dass etwa das rechtspopulistische Magazin Compact den Song feierte: "'Marionetten' könnte zur Hymne der friedlichen Volksopposition werden", heißt es da. Friedlich, my ass bei rechten Populisten. Anklang findet Naidoo hier aber nicht ohne Grund.
Und dann wäre da noch die Zeile "Und etwas namens Pizza gibt's ja noch auf der Rechnung". Hat der Xavier seine Pizza in Mannheim noch nicht bezahlt? Hat er beim Texten einfach Hunger gehabt? Schuldet ihm jemand eine Pizza? Nope – schön wär's: Damit ist der sogenannte "Pizzagate" gemeint. Eine Verschwörungstheorie der eingangs erwähnten Aluhut-Träger und Amerikanischer Rechter, die glauben, Hillary Clinton hätte aus dem Keller einer Pizzeria einen Pädophilen-Ring geleitet. Dieser Quatsch wurde während ihres Wahlkampfs gegen Trump verbreitet. Naja, und dann eben auch von Naidoo in seinem Song.
Jan Böhmermann hat sich der Sache zwischendurch übrigens auch mal angenommen:

Naidoo tat bei all den Fragezeichen und der Kritik mal wieder naiv bis harmlos und kommt in einem Statement auf Facebook mit Kunstfreiheit daher und damit, dass er manches vielleicht ein bisschen zu harsch formuliert habe. Er wollte ja eigentlich nur auf gewisse Dinge hinweisen und habe deshalb das ein oder andere "bewusst überspitzt". Passiert – kennt jeder – da möchte man einfach nur mal ein bisschen Musik machen, mal eine "Zustandsbeschreibung gesellschaftlicher Strömungen" formulieren, und Zack: Kommen die von Pegida, von den Reichsbürgern und von den Nazis und finden den Song klasse. Da kann man ja als Künstler auch gar nichts für, oder? Oder? ODER????
Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Naidoo sagte zwar, er sei kein Nationalist, er sei für Freiheit, Demokratie und gegen Populismus und Hass. Nur leider stand er auf der erwähnten Demo auch freundschaftlich plauschend neben dem bekennenden Rechten Jürgen Elsässer, ist offenbar ganz gut verbandelt mit Rechtspopulist Rüdiger Klasen oder Verschwörungtheoretiker Jan Gaspard. Diskutierte er mit denen über Freiheit und Demokratie und verstehen wir ihn einfach nur falsch? Oder ist das auch Kunstfreiheit, der sich Naidoo bedient?! Waren das etwa auch Zufälle und Naidoo wusste gar nicht, wer da vor ihm stand? Er war doch nur wegen der Liebe dort.
Xavier Naidoo bewegt sich nicht in einer Grauzone
Es ist ziemlich eindeutig, wo Naidoo politisch zu finden ist. Jedenfalls nicht in einer Grauzone. Nur scheint das keiner sehen zu wollen. Oder aber: Der Erfolg des Musikers reicht aus, um kollektiv wegzuschauen. Fehlt hier die Fantasie? Fällt es VOX, Til Schweiger oder Kontra K so schwer, sich vorzustellen, dass ein dunkelhäutiger, nicht Ur-Deutscher auch Rassist sein kann? Dass er zwar nicht wirkt, nicht aussieht, wie ein strammer Nazi, es aber dennoch Schnittmengen gibt? Dass er nicht daherkommt, wie ein durchgeknallter Verschwörungstheoretiker, aber dennoch mit dessen Ansichten übereinstimmt?
Scheinbar ist es wahnsinnig schwer anzunehmen, dass jemand wie Xavier Naidoo, der ja so schöne, empfindsame Zeilen zu Papier bringt wie "[Sie] scheint wie ein Feuerwerk/ Vor einem Himmel ist es sie die ich bemerk'/ Ihrer Königlichkeit ist nur ein König wert/ Und ich bin wenig königlich" ("Sie sieht mich nicht", 1999) eben auch die andere Seite bedienen kann, und vor allem auch will.
Aber hier mal ein Reality-Check: Nur weil der Typ Soul macht und keinen Rechtsrock, heißt das nicht, dass alles cool ist. Nur weil Naidoo nett ist, heißt das nicht, dass man seine Aussagen nicht auch mal kritisch betrachten muss. Vor allem in unserer Gegenwart, in der die Gesellschaft immer weiter nach rechts rückt, die AfD immer stärker wird und in Europa wieder die braune Suppe brodelt. Wegschauen, nicht hinterfragen und so tun, als sei alles easy, ist keine Option mehr. Und wer hinter Naidoo steht, der formuliert damit sein eigenes politisches Statement.

Quelle: Noizz.de
Grundlage für unser Arbeiten sind journalistische Grundregeln, Werte und Wahrheiten, den Werten der deutschen Verfassung. Der Inhalt eines Beitrages bedeutet nicht das Jens Bothe dessen Meinung auch vertreten würde, es ist seine unabhängige Berichterstattung zu einen Thema!
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